Offene Regel: Selbstorganization in Kulturprojekten

From Felix Stalder
Jump to: navigation, search

Dozenten: Dr. Felix Stalder, mit Armin Medosch (Gastdozent)

Daten: 4. 4., 11.4., 5.5., 14.6., 2006, jeweils 10-17 Uhr, SNM, Raum 1.4.

In der Netzkultur ist die zentrale Einheit oft nicht der einzelne Künstler, sondern die Gruppe, das Netzwerk oder das Projekt. Mit welchen Verfahren werden in diesen Gruppen Entscheidungen getroffen, wie organisieren sie sich, wie wird Macht legitimiert? Die vernetzte und digitale Kultur zwingt uns erneut Fragen zu stellen, die für unser Selbstverständnis vom Wesen der Demokratrie und der Öffentlichkeit zentral sind. Mit dem Einsetzen der digitalen Revolution wurde häufig ein Paradigmenwechsel in Verbindung gebracht, von geschlossenen, hierarchischen Systemen, zu basisdemokratischen oder offenen Systemen.

Das Seminar untersucht anhand von Case Studies - Beispielen aus der Geschichte wie der Gegenwart der selbstorganisierten Künstlergruppen, politischen Bewegungen und Open Source Software-Projekten -, was es mit diesem Paradigmenwechsel wirklich auf sich hat. Wie wirkt sich die Spannung zwischen zwischen Offenheit und Geschlossenheit, zwischen persönlicher Autonomie und Heteronomie (Fremdbestimmung) im einzelnen Fall aus?

Dabei wird das Seminar nicht nur zentrale Texte und aktuelle Projekte für die Analyse heranziehen, sondern selbst als spielerische Versuchsanordnung inszeniert. Die Teilnehmer/innen werden einzeln und in Gruppen Methoden der Selbstorganisation erproben, von der Plenums-Diskussionen über das Streitgespräch hin zu Abstimmungen und Bewertungssystemen. Das Ziel ist es, eine Bewertungsmatrix für diese Projekte zu entwickeln. Die Kriterien, Thesen und Argumente werden im Seminar nach einem Peer-review- Verfahren erarbeitet und evaluiert, wobei technische Hilfsmittel wie ein Wiki zum Einsatz kommen.


Grundbegriffe (erste Sammlung)

Engere Auswahl

Wikipedia

Elemente der Selbstorganization

Kriterien

Eigene Projekte: Präsentationen