Art in the Age of Networks

From Felix Stalder
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Kunst ist ein gesellschaftliches Konzept, das permanenter Veränderung unterliegt und ständig neu verhandelt werden muss; was wir heute als ‚Kunst’ verstehen ist das Ergebnis vielfältiger konzeptueller und medialer Umbrüche. Dabei hat sich auch immer wieder die soziale Funktion von Kunst verändert. Seit Ende des 20. Jahrhunderts sieht sich die Kunst durch die weltumspannende Vernetzung neuen Herausforderungen gegenüber. Die zunehmende Produktion und Distribution immaterieller Güter, deren leichte Veränder- und Kopierbarkeit stellt herkömmliche Formen von Autorschaft, Werk und Eigentum auf eine Weise in Frage, die mit herkömmlichen ästhetischen Begriffen unvereinbar geworden ist. Aktuelle Kunstproduktion bewegt sich in diesem Spannungsfeld und erweitert und verändert durch ihre Praxis permanent den Kunstbegriff.

Das Kontaktmodul „Art in the Age of Networks“ widmet sich insbesondere der künstlerischen Praxis, die netzbasiert ist oder netz-bedingte Phänomene reflektierend in soziale/politische Prozesse interveniert und dadurch einen Kunstbegriff weiterentwickelt, der Künstler als Agenten sozialer Gestaltung versteht. Anhand von ausgewählten Texten und Beispielen aus der zeitgenössischen künstlerischen Produktion wird die historische Tradition dieses Kunstbegriffs verdeutlicht und der Zusammenhang von künstlerischer Praxis und politischer Wirksamkeit diskutiert.

Sprache: deutsch und teilweise englisches Quellenstudium.

Wochenplan, Arbeitsmaterial und Quellen

Fotos Seminar und Poster-Präsentation